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Info´s für Tierhalter

Zecken- Folgen von Borreliose, Anaplasmose, Babesiose - Information schliessen
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Vampire aus dem Unterholz: Zecken beim Tier

Absammeln der Parasiten ist kein sicherer Schutz

 

Nicht nur für Menschen ist ein Zeckenstich mit erheblichen Gefahren verbunden. Zecken im Hunde- oder Katzenfell sind eklig, verursachen heftigen Juckreiz oder Schwellungen, können aber auch zum Teil lebensgefährliche Krankheiten auf Hunde übertragen: Anaplasmose, Babesiose (die so genannte Hundemalaria), Borreliose oder in sehr seltenen Fällen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Unbehandelt können diese oft akut oder häufig sogar tödlich verlaufen. Immer häufiger haben wir bei uns im Zentrum allerdings auch Patienten mit eher untypischen neurologischen Ausfallerscheinungen.

Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass die Symptome von unregelmäßig auftretenden Lahmheit (sowohl zeitlich unregelmäßig als auch wechseln der Lahmheit zwischen den einzelnen Extremitäten) über epileptiforme Anfälle, Fieberanfälle bis hin zu allgemeinen neurologischen Störungen reichen können.

Leider mußten wir auch feststellen, dass die Infektion mit Borreliose, Anaplasmose und Babesiose als Ursache für Lahmheiten, etc. von vielen Tierärzten unterschätzt, bzw. überhaupt nicht in Betracht gezogen wird.

Aus diesem Grund haben wir unser diagnostisches Angebot um einen Schnelltest für genannte Infektionskrankheiten erweitert.
Beonders bei Lahmheiten, die nicht auf ein traumatisches Ereignis zurückzuführen sind empfehlen wir neben der Abklärung mittels CT und/oder MRT- Untersuchung den Schnelltest durchzuführen, um auch diese Ursache auszuschließen, oder aber gezielt therapieren zu können.

Für denSchnelltest werden lediglich einige Tropfen Blut benötigt. Nach ca 15 Minuten liegt das Ergebnis vor. Wissenschaftliche Tests belegen eine Genauigkeit von 90%.
Mit 25 Euro ist der Test auch für nahezu jeden Tierbesitzer erschwinglich.


Nachfolgend haben wir für Sie weitere Informationen zu Borreliose, Anaplasmose, Babesiose und FSME zusammengestellt.

Hochsaison haben die kleinen Blutsauger gewöhnlich von März bis Ende Oktober, je nach Wetterlage bis November.

Gegen die Borreliose wird für Hunde im Gegensatz zu Menschen ein Impfstoff angeboten, der allerdings nur gegen eine Borrelienart schützt. Ebenso steht gegen die Babesiose ein Impfstoff zur Verfügung. Dieser ist zwar in Deutschland nicht zugelassen, kann aber vom Tierarzt aus dem europäischen Ausland bezogen werden. Der Impfstoff schützt jedoch nicht vor einer Infektion, sondern mildert lediglich den Krankheitsverlauf. Gegen die anderen Krankheiten gibt es keine Impfung.

Mit vorbeugenden Maßnahmen kann man Borreliose und Co. aber dennoch erfolgreich den Kampf ansagen. Dazu gehören: Schnelles Entfernen der Zecken und Verwendung von parasitenabtötenden Präparaten.

Je nach Zeckenart und Erreger sind die Übertragungszeiten unterschiedlich. Borrelien werden 6 bis 72 Stunden nach dem Zeckenstich übertragen, die Erreger der Anaplasmose innerhalb von 24 Stunden, die der FSME nach nur wenigen Minuten und Babesien nach 48 Stunden. Männliche Auwaldzecken, die bereits einmal Blut gesaugt haben, können allerdings Babesioseserreger sofort nach dem Einstich übertragen.

Hunde sollte man deshalb auf jeden Fall nach jedem Spaziergang und die Katze mindestens einmal täglich nach Zecken absuchen. Bevorzugte „Andock-Stellen“ sind die gefäßreichen, dünnhäutigen Partien an Kopf, Hals, Schultern und Achseln. Wichtig: Mit einer speziellen Zeckenzange lassen sich die Zecken fassen und unter sanftem Zug aus der Haut ziehen. Keinesfalls sollte man sie zuvor mit Öl oder anderen Flüssigkeiten versuchen abzutöten, denn gerade im Todeskampf bringen Zecken ihren möglicherweise infektiösen Speichel vermehrt in die Wunde ein.

Doch durch alleiniges Absuchen des Tieres wird keine Sicherheit erreicht, denn zu viele Zecken werden bei dieser Methode selbst von Fachleuten übersehen. Oft kann man die Zecken erst Tage nach Beginn der Blutmahlzeit, wenn sie sich mit Blut voll gesaugt und den Hund bereits infiziert haben, erkennen und entfernen.

Um die Tiere vor ungebetenem Besuch zu schützen oder den kleinen Biestern den Appetit zu verleiden, stehen Spot-on-Präparate oder antiparasitäre Halsbänder in den Tierarztpraxen zur Verfügung.

Die Spot-on-Präparate vom Tierarzt schützen wie mit einem unsichtbaren Schutzschild, zum einen durch ihre abschreckende Wirkung (Repellenteffekt), zum anderen durch ihre abtötende Wirkung. Sie werden direkt auf die Haut im Nacken der Hunde (bei großen Hunden zusätzlich auf die Haut im Bereich der Kruppe) geträufelt. Der Wirkstoff verteilt sich innerhalb eines Tages über den ganzen Körper und lagert sich in der obersten Hautschicht ein. Die Behandlung muss in Abständen nach den Vorgaben des Herstellers wiederholt. Der in den Halsbändern enthaltene, Zecken abtötende Wirkstoff wird kontinuierlich abgegeben. Er verteilt sich ebenfalls über den gesamten Tierkörper und lagert sich in die oberste Hautschicht ein. Gelegentliches Schwimmen, oder Regen vermindern die Wirkung nicht.

Auch der Handel bietet eine Vielzahl von Produkten an. Doch nicht alle Zeckenmittel sind wirksam oder für jedes Tier geeignet. Ein altes Hausrezept rät zu Knoblauch. Allerdings ist weder die Wirkung nachgewiesen noch ist es ratsam, Knoblauch bei Hund und Katze einzusetzen, denn wie alle Zwiebelgewächse ist auch der dazu zählende Knoblauch für beide Tierarten giftig!

Welches Produkt für den Hund oder die Katze in Frage kommt, erfährt man am besten in der Tierarztpraxis. Dort wird ausführlich beraten und auf mögliche Nebenwirkungen hingewiesen.

 

Zeckenarten in Deutschland

Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) ist die häufigste und bekannteste Zeckenart in Deutschland und Mitteleuropa. Seine Lebenserwartung beträgt etwa zwei bis drei Jahre. In Mitteleuropa lebt er vor allem in Laub- und Mischwäldern mit Kraut- und Strauchbewuchs und einer feuchten Bodenschicht. Aber auch Parks, Hausgärten sowie hoch bewachsene Wegränder sind geeignete Biotope. Holzböcke haben ein breites Wirtsspektrum. Die Larven bleiben in Bodennähe und bevorzugen dort meist Kleinsäuger. Nymphen und ausgewachsene Holzböcke befallen Wild, Haustiere und Menschen. Holzböcke können Erreger übertragen, die bei Mensch und Hund die Infektionserkrankungen Anaplasmose, Borreliose, oder FSME (bei Hunden in sehr seltenen Fällen) auslösen. Man schätzt, dass inzwischen 10 bis 30 Prozent aller Holzböcke in Deutschland Borreliose-Erreger, 1 bis 4 Prozent Anaplasmose-Erreger und in Risikogebieten 1 bis 5 Prozent FSME-Erreger in sich tragen, in manchen Gebieten Bayerns sogar bis 20 Prozent

Die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) hat sich mittlerweile in vielen Gebieten Deutschlands ausgebreitet (z. B. Isarauen bei München, Regensburger Gegend, Oberrhein, Saarland, Region Berlin und Brandenburg). Auwaldzecken können mit Babesien, den Erregern der ausschließlich für Hunde gefährlichen, manchmal sogar tödlich verlaufenden Babesiose, infiziert sein. Sie zerstören die roten Blutkörperchen beim Hund. Beim schleichenden Krankheitsverlauf treten, ähnlich wie bei der menschlichen Malaria, immer wieder Fieberschübe auf.

Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) eine ursprünglich mediterrane Art, ist wie die Auwaldzecke durch den zunehmenden Hundetourismus auch nach Deutschland eingeschleppt worden. In beheizten Räumen/Zwingern ist sie mancherorts auch nördlich der Alpen heimisch geworden. Sie kann den Erreger der Ehrlichiose übertragen.

 

Durch Zecken auf Hunde übertragbare Krankheiten

Verursacher der Anaplasmose ist das Bakterium Anaplasma phagozytophilum, das mit dem Speichel des heimischen Holzbocks (Ixodes ricinus) beim Stich in die Blutbahn des Hundes eindringt. Es befällt die Granulozyten, spezielle weiße Blutkörperchen, die für die Immunabwehr des Körpers von Bedeutung sind und zerstört diese letztendlich. Zunächst aber gelangt der Erreger mit den Granulozyten über die Blutbahn in den gesamten Körper. Dabei setzt er sich auch an der Wand von Blutgefäßen verschiedener Organe wie Leber, Nieren, Lunge und Hirnhäuten fest. Vier bis 11 Tage nach der Ansteckungen kommt es zu hohem Fieber, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Gelenkschwellungen und Krämpfen. Gegen die Anaplasmose steht kein Impfstoff zur Verfügung.

Bei der Babesiose, an der Menschen nicht erkranken können, zerstören die Krankheitserreger die roten Blutkörperchen. Daher wird bei dieser Krankheit als häufigstes Symptom Blutarmut festgestellt. Weitere Symptome können hohes Fieber, bräunlich roter Urin sowie Gelbsucht sein. Der Zellzerstörung folgen heftige Immunreaktionen, die die Erkrankung erheblich erschweren. Zwischen Infektion und Ausbruch der Erkrankung liegen zehn Tage bis drei Wochen. Einige Tiere zeigen einen schleichenden Krankheitsverlauf und haben, ähnlich wie beim Menschen, immer wieder Fieberschübe. Die Erkrankung wird deshalb auch häufig als „Hundemalaria“ bezeichnet. Bis vor einigen Jahren galt sie noch als Reisekrankheit. Durch zunehmende Urlaubsreisen mit Hunden in den Mittelmeerraum und durch Importhunde wurden der Überträger, die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus), wie auch die Krankheitserreger nach Deutschland eingeschleppt. und mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet. Jedes Jahr erkranken etwa 3.000 bis 4.000 Hunde, die nicht im Ausland waren. Eine Impfung für Hunde steht zwar zur Verfügung, schützt aber nicht gegen die Infektion, sondern mildert lediglich den Krankheitsverlauf.

Borreliose (Lyme disease) ist eine Krankheit, die ebenfalls durch den Gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus) übertragen wird und bei Hunden akute Gelenkentzündungen hervorrufen kann. Allerdings kommt es nur bei einem kleinen Teil der infizierten Hunde zu diesen Symptomen. Während Menschen sich gegen Borreliose nicht impfen lassen können, steht für Hunde ein Impfstoff zur Verfügung, der aber nur gegen eine Borrelien-Art schützt.

Die Ehrlichiose ist eine in den Mittelmeerländern weit verbreitete - aber auch bereits im Saarland nachgewiesene - Hundekrankheit. Der Erreger, das Bakterium Ehrlichia canis, wird von der Braunen Hundezecke (Rhipcephalus sanguineus) übertragen. Er befällt die ebenfalls zu den weißen Blutkörperchen zählenden Monozyten und gelangt in Lymphknoten, Milz und andere Organe. Ein bis zwei Wochen nach der Ansteckung kommt es zum Krankheitsausbruch mit wiederkehrendem Fieber, Appetitlosigkeit, Atemnot, Blutungen, Milz- und Lymphknotenschwellungen sowie weiteren Symptomen. Später kommt es zur dauerhaften Blutarmut. Deutsche Schäferhunde scheinen besonders anfällig für diese Erkrankung zu sein. Ein Impfschutz gegen Ehrlichiose existiert zurzeit nicht.

An der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), deren virale Erreger wiederum der Holzbock (Ixodes ricinus) übertragen kann, erkranken Hunde im Gegensatz zum Menschen nur sehr selten. Für eine Erkrankung, die eine Schädigung des zentralen Nervensystems mit Hirnhaut- und/oder Gehirnentzündungen bewirkt, müssen zusätzliche Faktoren wie z. B. eine Immunschwäche durch andere Infektionen/Erkrankungen vorliegen. Anders als beim Mensch, steht deshalb für Hunde kein spezieller Impfstoff gegen FSME zur Verfügung. Grundsätzlich besteht die Gefahr einer Erregerübertragung nur in bestimmten Regionen, den so genannten Endemiegebieten. In Deutschland kommt das FSME-Virus in Bayern und Baden-Württemberg, aber auch in Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen vor.


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Magnetresonanz- und Computertomographie auch für Ihr Tier

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Die Untersuchungen dauern je nach Fragestellung ca.1-1,5 Std und müssen unter Narkose durchgeführt werden. Wir verwenden modernste Narkosemittel, die eine gute Verträglichkeit garantieren. Trotzdem sollte Ihr Tier spätestens 8-10 Stunden vor der Untersuchung keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen.

Was müssen Sie tun?

Für eine Beratung bezüglich der besten Untersuchungsmethode oder eine Terminvereinbarung kontaktieren Sie uns am besten telefonisch unter 02301/9485859.

Eine Überweisung Ihres Haustierarztes oder einer Klinik ist nicht erforderlich.
Hilfreich ist es, wenn Sie Unterlagen von Voruntersuchungen und Therapien zum Untersuchungstermin mitbringen.

 

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